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Die deutsche Flüchtlingspolitik setzt die Integrationsfähigkeit des Islam voraus.
Diese naive Illusion des europäischen Säkularismus erschwert eine kritische Auseinandersetzung.
„Integration findet in einem gesellschaftlichen Kontinuum zwischen Assimilation und Akkulturation statt. Integration kann deshalb nur gelingen, wenn die Bevölkerung des aufnehmenden Landes gute Gründe hat, Einwanderer willkommen zu heißen, und wenn zugleich die Einwanderer ihrerseits integrationsfähig und integrationswillig sind.
Ob diese Voraussetzungen im Falle muslimischer Einwanderung überhaupt gegeben sind, das ist mindestens zweifelhaft. Der Islam, wie wir ihn kennen, ist jedenfalls nicht integrationsfähig.“ (…)
https://le-bohemien.net/2016/04/07/integration-islam-moderne/
sowie:
Wird man wenigstens ihm glauben?
von Professor Adorján F. Kovács
„Spätestens seit der muslimische Politikwissenschaftler Bassam Tibi 1991 einen Euro-Islam forderte, wird über die Gefahr, die vom traditionellen Islam für Europa ausgeht, diskutiert. Getan hat sich praktisch nichts, außer dass der Anteil der Muslime an der Bevölkerung Deutschlands (konservativ geschätzt) von 3% auf 6% angewachsen ist. Tibi glaubte man so wenig wie nichtmuslimischen Warnern.
Nun erhebt ein algerischer Autor die Stimme.“
„Es gibt auch immanente Kritik des Islam, aber sie wird ebensowenig gehört wie Kritik von außen, sei sie noch so gut begründet. Gerade ist in der „Zeit“ ein Gespräch der Literaturkritikerin Iris Radisch mit dem algerischen Autor Boualem Sansal erschienen, in dem er der erschrockenen Interviewerin exakt das wiederholt, was er vor vier Monaten schon in der „FAZ“ gesagt hat – ohne jede Konsequenz. Ich beziehe mich hier auf das ältere Interview, um zu zeigen, wie wenig sich geändert hat.“ (…)
„Weltweit mobilisieren sie Anhänger, und ihnen gegenüber steht – nichts, Leere.
Die Demokratien sind schwach. Deshalb werden die Islamisten obsiegen und große Teile der Welt beherrschen. Denken Sie doch nur einmal: Vor zwanzig Jahren gab es sie nicht, und schon heute dominieren sie mehr als dreißig Länder. Und sie gewinnen ständig neue Territorien hinzu, ob in der Sahara, im Irak oder in Syrien. Die Türkei wird von einer islamistischen Partei regiert, Iran, Marokko. Und als Nächstes installieren sie sich in Europa.“ (…) (Hervorhebungen GB)
http://www.freiewelt.net/blog/wird-man-wenigstens-ihm-glauben-10066237/
Kommentar GB:
Ich teile zwar die katholische, also selbst irrationale Position des Autors nicht, aber seine hier gestellten Fragen müssen m. E. sehr ernst genommen werden:
„Was hat der Westen dem entgegenzusetzen? Seinen blassen „Verfassungspatriotismus“? Seinen idiotischen Konsumismus? Seinen nihilistischen Relativismus?“
Meine Antwort auf diese – m. E. sehr berechtigten! – Fragen des Autors lautet, in der Tradition der Philosophie der Aufklärung, die Vernunft.
Aber: ist die Vernunft – in einem emphatischen Sinne – heute noch das, was unsere Gesellschaft (außer durch ökonomische und administrative Routinen) maßgeblich prägt?
Hat die Vernunft in einem emphatischen Sinn noch eine prägende Rolle in unserer Kultur?
Man kann daran mit Blick auf Derrida und auf die postmoderne Philosophie überhaupt erhebliche Zweifel haben. Leider.

