Posted on Juli 14, 2026 by Michael Klein
„2018 hat GoldmanSachs Research einen Bericht mit dem Titel „Profiles in Innovation: The Genome Revolution“ veröffentlicht, in dem der Marktwert und das Marktpotential von Gentherapien, die in der Medizin Einsatz finden, analysiert wird. Der Bericht ist mit unterschiedlichem Echo durch die Presse in den USA gegangen, weil er ein Problem zum Gegenstand hat, das mit Gentherapien, die erfolgreich eingesetzt werden, auftaucht: Die Patienten werden geheilt, sie werden nicht zum lebenslangen chronischen Abnehmer eines Medikaments, mit denen man wiederkehrend Profit machen kann. Anhand der Argumentation im Bericht von Salveen Richter et al. (2018) kann man sehr schön mit der Vorstellung von manchen Leuten aufräumen, die tatsächlich der Ansicht sein sollen, dass es bei Big Pharma darum gehe, Menschen zu heilen. Eine für naive Menschen nachvollziehbare Hoffnung, die indes nicht weiter von dem entfernt sein könnte, worum es bei Pharma geht, denn Medikamente sind kein ZIEL, sie sind Mittel zum ZIEL und das ZIEL lautet: Profit. Profit ist nicht nur der Erfolgsnachweise für den CEO, weshalb er alles tun wird, um Profit zu erreichen, zur Not auch Kosten bei Sicherheitsprüfungen sparen wird. Profit ist auch das, was Investoren sehen wollen, diejenigen, die mit ihrem Geld den Pharma-Laden am Laufen halten, sei es über die Aktien, die sie halten, sei es über die Investitionen, die sie über Unternehmens-Bonds (Schulverschreibungen) vornehmen.“ (…)
Ein geheilter Patient ist ein verlorener Kunde: GoldmanSachs auf der Suche nach Profit

