»Handelsblatt« verleumdet Beatrix von Storch

„Mit abenteuerlichen Konstruktionen und Spekulationen versucht das »Handelsblatt«, Beatrix von Storch in den Schmutz zu ziehen.
Eigentliches Ziel sind das, wofür sie steht: den Schutz von Ehe und Familie.“  –  Zum Artikel:

http://www.freiewelt.net/reportage/handelsblatt-verleumdet-beatrix-von-storch-10042955/
Kommentar GB:
`Gender`und Ehe und Familie und Kinder – und der naturalistische Fehlschluss
1. Ich habe mal eine Genderistin, eine Kollegin, gefragt, was denn bitte ´gender´sei. Dann kam die bekannte Antwort, gender sei das ´soziale Geschlecht´. Aber was bitte ist das eigentlich genau? Ich habe deshalb gebeten, mit mal ein Beispiel zu nennen. Antwort: Schweigen.
In einem anderen Fall habe ich mal empfohlen, der Frauenbeauftragten in einer Berufungskommission diese Frage zu stellen, um klären zu können, was jene `Gender-Kompetenz` sei, die in einer Stellenausschreibung gefordert werden sollte. Das wurde gemacht. Es gab keine Antwort. Sie wußte es nicht oder fürchtete, sich lächerlich zu machen. Der Passus wurde gestrichen.
2. Gender ist ein begrifflicher Soziologismus, der die Realität der Geschlechter und ihrer Beziehungen auf den Kopf stellt. ´Gender´ ist ein begriffliches Phantasieprodukt von Lesbierinnen, das auch homosexuelle Männer zu schätzen wissen. Beide Gruppen hassen die biologische Zweigeschlechtlichkeit, von der sie selbst die Abweichungen sind. Nebenbei: dass sich die biologische Zweigeschlechtlichkeit historisch-kulturell und auch soziostrukturell unterschiedlich ausformt, das ist prinzipiell nicht mehr als eine Trivialität – und ansonsten eine Sache für Historiker.
3. Sexualität, welcher Form auch immer, ist politisch ebenso wenig links oder rechts wie das die Familie ist. Sämtliche politischen Zuordnungen, von denen es in der Presse bekanntlich wimmelt, sind einfach nur grober Unfug. Man bekommt den Eindruck vermittelt, Homosexualität oder Feminismus seien irgendwie „links“. Es gibt jedoch keinerlei tragfähige Begründung dafür. Ich wundere mich täglich, weshalb das fast niemandem aufzufallen scheint. Merken die Journalisten beiderlei Geschlechts nicht, was für einen Unsinn sie da schreiben? Denken sie nicht wenigstens  e i n m a l  nach?
Die heterosexuelle Paarbildung ist die Grundlage der menschlichen Fortpflanzung, und die lange Jugend bedingt, dass die Partner die Erziehungsaufgaben gemeinsam, und, aus Effizienzgründen, zumeist arbeitsteilig bewältigen. Familie war und ist nichts, was ideal wäre, aber was ist schon ideal, und: gibt es etwas Besseres? Staatliche Erziehungsheime etwa? Den möchte ich sehen, der das öffentlich einfordert – obwohl die Kita-Debatte sehr wohl bedenklich in diese Richtung weist; vgl. hierzu:
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38844/1.html
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38845/1.html
Wenn das grundsätzlich nicht so ist, wenn sich die Familie also grundsätzlich bewährt hat, dann gibt es im Prinzip keinerlei Grund, von der Familienbildung und der Erziehung in Familien abzuweichen. An dieser Stelle dies in abwertendem Sinne als konservativ zu bezeichnen, dies fällt, weil unbegründet, sofort negativ auf den Kritiker zurück. Daher kommt deren Neigung zu Polemik und Diffamierung.
4. Es wird dann gern auf die Heilige Alleinerziehende verwiesen, oder auf `Patchwork-Familien , oder auf homosexuelle `Familien`, oft mit kommerziell zu befriedigenden Inseminations- oder Leihmütter- oder Adoptionswünschen verknüpft.
Sicherlich ist heute vieles möglich und machbar. Aber es ist doch offensichtlich, dass es sich hier um Verfallsformen von Familie handelt, um weiter gar nichts. Großenteils handelt es sich um Familienwracks, oder um verkrampfte Simulationen von Familie. Das gesamte dies ständig beschönigende mediale Schrifttum hierzu ist völlig absurd und lächerlich. Es geht doch im Kern um nicht mehr als darum, dass kleine bis sehr kleine Minderheiten ihre sehr speziellen Interessen durchsetzen wollen. Das dürfen sie natürlich. Aber das macht die Rechtfertigungen nicht besser, sondern noch schlechter als sie es sowieso schon sind.
5. Vor allem wird immer wieder ein Denkfehler gemacht: nur weil etwas in der sozialen Realität sich gewandelt hat, z. B. dadurch, dass es heute vermutlich deutlich mehr Familienwracks als in früheren Jahrzehnten gibt, heißt das überhaupt nicht, dass sich an der begründeten Rechtfertigung der Familie als Norm oder Leitbild etwas ändern müsste. Dies ist ein leider häufiger naturalistischer Fehlschluss, weil vom (veränderten) Sein auf ein (verändertes) Sollen geschlossen wird. Das trifft aber deshalb nicht zu, weil Normen immer nur aus sich heraus zu begründen sind.
Beispiel: Die Zunahme von Korruption in einer Gesellschaft ist gerade keine geeignete Basis, ihretwegen die Norm der Korruptionsbekämpfung abzuschaffen oder einzuschränken. Korruption muss bekämpft werden, weil sie überall und immer schädlich wirkt. Und zwar um so mehr, je stärker das Sein dabei vom Sollen abweicht. Einem Mafioso allerdings wird das nicht gefallen. Er wird weiterhin für Korruption sein, weil sie ihm nützt. So ist das.
Und wenn die Lebenswirklichkeit für eine mehr oder weniger kleine oder auch größer werdende Minderheit von dem Ehe- und Familienmodell „Vater und Mutter mit ihren Kindern“ abweicht, dann ergibt sich daraus doch k e i n e r l e i normatives Argument, hier gegen Ehe und Familie. Warum auch? Wenn es wegen schlechten Wetters immer mehr Wracks gibt, dann ist das auch kein Grund, neue Schiffe gleich als Wracks zu planen. Trotzdem kann man das machen. Aber ob das wohl klug ist?
 

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