Schweden kippt die falsche Bezeichnung Islamophobie

Hartmut Krauss

05.05.2026

Danke für den Hinweis auf diese sehr späte Erkenntnis der schwedische Regierung.

Vielleicht ist sie zukünftig sogar in der Lage, die Unhaltbarkeit und Unsinnigkeit der Bezeichnungen „antimuslimischer Rassismus“ und „Muslimfeindlichkeit“ (etwa so paradox wie „Faschistenfeindlichkeit“ oder „Stalinistenfeindlichkeit“) einzusehen.

(Das gilt auch für die Autoren des begrifflich unsauberen express-Artikels.)

Ich hatte schon 2009 (sic) Folgendes referiert und geschrieben:

„Islamophobie“ oder pathologische Angst des orthodoxen Islam vor der kulturellen Moderne?

Einleitung

Nimmt man den Begriff „Islamophobie“ zunächst einmal semantisch ernst, dann operiert er mit zwei verschlungenen Grundannahmen:

Zum einen unterstellt er die Existenz einer sachlich ungerechtfertigten, krankhaft-irrationalen bzw. psychopathologischen Angst vor dem Islam als verbreitetes Phänomen.

Gleichzeitig schwingt damit die Behauptung mit, dass der Islam eigentlich ein harmloses Phänomen sei, vor dem man keine Angst haben müsse  und demgegenüber eine negative Einstellung gänzlich unangebracht, eben ‚phobisch’ sei.

Auf diese Weise fixiert und transportiert der Begriff „Islamophobie“ ein doppeltes Vorurteil mit umgekehrten Vorzeichen:

Ein positives: Der Islam ist harmlos.

Und ein negatives: Wer ihn ablehnt ist ein Phobiker (also ein krankhaft-irrationaler Mensch).

Kritiker und Nichtangepasste als „krank“ zu etikettieren und ggf. zu psychiatrisieren steht in der Tradition des hitlerfaschistischen und stalinistischen Totalitarismus.

Und so ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass sich der heutige neue islamistische Totalitarismus diese Vorgehensweise zu Eigen macht.

In diesen Kontext passt jedenfalls der Hinweis, dass der Begriff ursprünglich Ende der siebziger Jahre durch iranische Mullahs geprägt wurde, um damit Frauen, die sich weigerten, das Kopftuch zu tragen, zu verunglimpfen. Später wurde er auch auf Autoren wie Salman Rushdie und Taslima Nasreen angewandt.

Mittlerweile wird „Islamophobie“ von islamischen Politikern als Kampfbegriff instrumentalisiert, um jede kritische Äußerung gegen Inhalte und Aspekte der islamischen Herrschaftskultur als, so wörtlich, „verrückte Raserei“ des Westens gegen den Islam zu diskriminieren.

Auf einem Treffen der Außenminister der Organisation der islamischen Konferenz (OIC) am 16. Mai 2007 in Islamabad wurde „Islamophobie“ als die „schlimmste Form des Terrorismus“ bezeichnet. Um die mit dem Begriff „Islamophobie“ gesetzten Unterstellungen näher zu beurteilen, muss das eigentliche Corpus delicti (Beweisstück) einer genaueren Betrachtung unterzogen und folgende Fragestellung behandelt werden:

Was sind die wesentlichen Beschaffenheitsmerkmale und Grundzüge des Islam?

Gibt es ‚gute’ oder nur ‚schlechte’ Gründe, den Islam kritisch zu bewerten? (…)

https://gam-online.de/text-begriffserklarung.html#por

Zur demagogischen Keule „antimuslimischer Rassismus“ siehe

https://hintergrund-verlag.de/analyse-der-islamischen-herrschaftskultur/hartmut-krauss-zur-kritik-des-islamapologetischen-antirassismus/  

Zum abwegigen Konzept „Muslimfeindlichkeit“ siehe:

https://hintergrund-verlag.de/analyse-der-islamischen-herrschaftskultur/hartmut-krauss-musliminnenfeindlichkeit-im-thueringen-monitor/    

https://gam-online.de/islam.html

Der Express-Text als Ausgangspunkt dieses kritischen Kommentars – siehe:

https://exxpress.at/politik/stockholm-kippt-islamophobie-islamisten-verlieren-ihren-lieblings-kampfbegriff/

 

 

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