13. Mai 2021
„Der Wirtschaftswissenschaftler Klaus Schwab ist Gründer und Leiter des Weltwirtschaftsforums. In einem vor einiger Zeit mit dem Magazin „Der Spiegel“ geführten Gespräch kritisierte er die Ideologie des Globalismus. Indem sie alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens Marktprinzipien unterwerfe, vertiefe sie soziale Bruchlinien und schwäche den gesellschaftlichen Zusammenhalt, ohne den Demokratien nicht lebensfähig seien. Ohne lokale Verwurzelung und nationalstaatliche Politik sei zudem eine funktionierende globale Ordnung nicht möglich.“ (…)
https://renovatio.org/2021/05/klaus-schwab-ueber-das-problem-des-globalismus/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter-post-title_1#
Kommentar GB:
Der Artikel ist sehr aktuell und unbedingt lesenswert! Er enthält – was positiv anzumerken ist – gewisse Korrekturen im Sinne einer realitätstüchtigeren Beurteilung. Die heute vorfindliche, im weitesten Sinne grün-globalistische Ideologie ist m. E. ein inkohärenter Flickenteppich aus verschiedenen ideologischen Teilen mit Schwerpunkt im – bekanntlich irrationalen – Postmodernismus (Foucault, Butler, Lyotard, Derrida, u.a.)
Aus meiner Sicht handelt es sich bei der Globalisierung um einen seit den 90- Jahren des 20. Jh. dominanten sozio-ökonomischen Prozeß, der von der weltmarktorientierten Fraktion des Kapitals im Eigeninteresse vorangetrieben wird, während das nicht-weltmarktorientierte, territorial bzw. am jeweiligen Binnenmarkt orientierte Kapital insoweit andere Eigeninteressen verfolgt. Die lohnabhängig Beschäftigten hängen jeweils mit ihren abgeleiteten Interessenlagen hiervon ab, und sie unterstützen daher durch ihr Verhalten auf Gewerkschafts-, Partei- und Wahlebene im Ergebnis jeweils die eine oder die andere Kapitalfraktion.
Globalistische Ideologien in Verbindung mit soziopolitischen Kampagnen dienen in der Regel der dominanten Kapitalfraktion instrumentell als soziopolitische Unterstützung ihrer ökonomischen Interessenlage. Programmatisch, ideologisch, operativ und organisatorisch werden diese Prozesse global und lokal durch finanziell hochdotierte Stiftungen, über deren direkt wirksamen Einflüsse und die finanzierten NGO´s in die gesellschaftliche Praxis übersetzt.
Es handelt sich hierbei um ein undemokratisch-oligarchisches Politik- und Steuerungsmodell moderner Gesellschaften, in der die aufgeklärte demokratisch-vernünftige Willensbildung von unten nach oben tendenziell durch eine elitäre Willensbildung von oben nach unten in Verbindung mit Meinungsmanipulation (Propaganda, Desinformation, Zensur) ersetzt werden soll oder bereits ersetzt worden ist. – Siehe hierzu:
https://frankfurter-erklaerung.de/2019/09/das-grosse-spiel/
https://frankfurter-erklaerung.de/2018/01/gam-das-grosse-spiel/

