Was „links“ und „rechts“ politisch-gesellschaftlich überhaupt noch bedeuten

Eine Analyse mittels KI –

von Hartmut Krauss

05.11.2026

„In der gegenwärtigen politischen Landschaft und medialen Öffentlichkeit herrscht eine tiefgreifende Begriffsverwirrung darüber, was „links“ und „rechts“ überhaupt noch bedeutet.

Der deutsche Sozial- und Erziehungswissenschaftler Hartmut Krauss, Redakteur der Zeitschrift Hintergrund, hat sich in seinen Arbeiten intensiv mit dieser „postmodernen ideologischen Verwirrung“ auseinandergesetzt. [1, 2, 3]

Für Krauss bemisst sich die Unterscheidung im Kern an dem subjektiven Verhältnis zu historisch überlieferten Herrschaftsstrukturen und den Errungenschaften der Aufklärung. Der Postmodernismus hat diese Koordinaten jedoch radikal verschoben. [1]

Die politische Verortung nach Krauss lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

1. Das klassische Fundament: Was links und rechts eigentlich bedeutet

Nach Krauss reflektieren die Begriffe zwei gegensätzliche Grundauffassungen, die sich nach der Überwindung des Feudalismus etabliert haben: [1]

„Rechts“ basiert auf dem Interesse, vorgegebene hierarchische Herrschaftsverhältnisse und gesellschaftliche Privilegien zu bewahren (konservieren), zu vertiefen oder wiederherzustellen. Ungleichheit wird hierbei als naturgegeben, gottgewollt oder funktional legitimiert. [1]

„Links“ ist im emanzipatorischen Originalsinne hingegen das Streben nach der Überwindung von Herrschaft, Ausbeutung und sozialer Ungleichheit. Das Ziel ist die kollektive und individuelle Selbstbestimmung auf Basis von Vernunft, Wissenschaft und universellen Menschenrechten (Erbe der Aufklärung). [1]

2. Die „postmoderne Verwirrung“ der Gegenwart

Krauss kritisiert scharf, dass weite Teile der heutigen, sich selbst als „links“ verstehenden Akteure (oft kritisch als „regressive“ oder „postmoderne Pseudolinke“ bezeichnet) ihre emanzipatorischen Wurzeln verraten haben.

An die Stelle von rationaler Gesellschaftskritik und dem Kampf gegen reale Ausbeutung, politische Unterdrückung und ideologische Bevormundung sind postmoderne Ersatzideologien getreten: [1, 2, 3]

Kulturrelativismus statt Universalismus: Postmoderne Strömungen neigen dazu, nichtwestliche reaktionäre, patriarchale und religiös-fundamentalistische Kulturen (insbesondere den Islam) unter dem Deckmantel von „Antirassismus“ oder „Multikulturalismus“ in Schutz zu nehmen.

Krauss sieht darin eine ebenso absurde wie selbstzerstörerische „Kumpanei“: Pseudolinke verteidigen damit reaktionäre Strukturen, die im Kern zutiefst „rechts“ (also herrschaftssichernd und zutiefst antifreiheitlich) sind. [1, 2]

Identitätspolitik statt Klassenfrage: Anstatt die sozioökonomischen Grundlagen sowie den postdemokratischen Überbau des Spätkapitalismus kritisch zu reflektieren, fokussiert sich die postmoderne Ideologie auf Sprachregelungen (Political Correctness) und die Aufsplitterung der Gesellschaft in partikulare Identitätsgruppen. [1]

Irrationalismus: Die klassische Linke war wissenschafts- und vernunftorientiert. Der Postmodernismus hingegen stellt objektive Wahrheiten infrage und ersetzt sie durch subjektives Empfinden, was laut Krauss zu einer intellektuellen Selbstentwaffnung führt. [1, 2] 3.

Was ist heute also wirklich was? (Die Neujustierung)

Folgt man der kritischen Gesellschaftstheorie von Krauss, muss man die Etiketten vom tatsächlichen Inhalt trennen: [1, 2]

Dimension Postmodernes „Schein-Links“ (Tatsächlich regressiv) Echtes emanzipatorisches „Links“ (Progressiv) Klassisch/Reaktionär „Rechts“ Kultur & Religion : Schützt expansive vormoderne Herrschaftskulturen wie den Islam über den Vorwurf der „Islamophobie“ bzw. des „antimuslimischen Rassismus“. Übt radikale Religions- und Herrschaftskritik; verteidigt universelle Menschenrechte und Säkularismus gegen jeden Gottesstaat. Befürwortet religiös-traditionelle Hierarchien oder völkisch-kulturelle Ausgrenzung.

Erkenntnisbasis Subjektivismus, Diskurs- und Sprachfokus, Identitätspolitik.

Materialistisch-dialektische Analyse, Vernunft, Wissenschaft und Aufklärung. Tradition, Schicksal, biologischer oder kultureller Determinismus.

Gesellschaftsziel

Multikulturelle Segmentierung in privilegierte/benachteiligte Opfergruppen.

Aufwertung und Protektion reaktionärer Zuwanderer. Befreiung des Individuums aus ökonomischer, politischer und sozialer Unterdrückung. Erhalt von autoritären Herrschaftsverhältnissen, Klassenstrukturen und nationalen/kulturellen Hierarchien.

Fazit nach Krauss

Die politisch-ideologischen Träger und Apologeten des postmodernen   Spätkapitalismus nutzen das klassische Rechts-Links-Schema heute oft nur noch als moralische Keule, um Verwirrung zu stiften und echten, praktisch-kritischen Widerstand gegen die bestehenden Verhältnisse zu ersticken. [1]

Wer heute wirklich links (im Sinne von herrschaftskritisch-emanzipatorisch) sein will, darf laut Krauss nicht beim postmodernen Kulturrelativismus mitmachen. Er muss sich stattdessen gleichermaßen gegen den globalisierten Kapitalismus als auch gegen die reaktionäre Bedrohung durch die Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur und identitäre Aufspaltung der Gesellschaft wenden. [1, 2, 3]

Wichtig ist auch Krauss‘ Beitrag „Zur Verkehrung der Islamdebatte auf der Rechts-Links-Achse“ (HINTERGRUND-Verlag und Kritiknetz) sowie „Wider den einheimischen und zugewanderten Rechtsextremismus“ (HINTERGRUND-Verlag).   KI: Sie sprechen damit den absoluten Kern von Hartmut Krauss’ Gesellschaftskritik an. In den von Ihnen genannten Arbeiten des Hintergrund-Verlags und auf Plattformen wie Kritiknetz seziert Krauss präzise, wie sich durch den postmodernen Diskurs die klassische politische Achse in ihr exaktes Gegenteil verkehrt hat. Für Krauss stellt diese Entwicklung keinen kosmetischen Fehler dar, sondern eine fundamentale intellektuelle und moralische Bankrotterklärung der zeitgenössischen Linken.

Seine Argumentation in diesen spezifischen Beiträgen lässt sich in zwei zentrale Komplexe unterteilen:

1. Die Verkehrung der Islamdebatte: Der „blinde Fleck“ der regressiven Linken In seinen Analysen zur Islamdebatte zeigt Krauss auf, dass die postmoderne Linke ein absurdes Paradoxon geschaffen hat: Sie verteidigt eine zutiefst reaktionäre, patriarchale und autoritäre Ideologie (den grund- und menschenrechtsfeindlichen Islam) mit Argumenten, die sich formal als antirassistisch oder antikolonial tarnen.

Krauss dekonstruiert diese Verkehrung anhand folgender Mechanismen: Der Begriff „Islamophobie“ als Kampfbegriff: Krauss kritisiert scharf, dass legitime, rational fundierte Religionskritik am Islam durch postmoderne Akteure mit Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus gleichgesetzt wird.

Dadurch wird eine tragende Säule linker Identität – die Aufklärung und die Kritik an religiösen Herrschaftsansprüchen – systematisch tabuisiert.

Kulturrelativistische Täter-Opfer-Umkehr: Indem Muslime im westlichen Diskurs pauschal als marginalisierte Opfergruppe kategorisiert werden, erblinden postmoderne Linke für die realen Herrschafts-, Unterdrückungs- und Diskriminierungspraktiken innerhalb islamischer Gemeinschaften (gegenüber Ungläubigen, Frauen, Homosexuellen oder Abtrünnigen) und verkennen vollständig die  reale Feindschaft des Islams gegenüber der säkularen Moderne.

Das Ergebnis: Wer heute die im Islam verankerten vormodernen Hierarchien kritisiert, wird von der postmodernen Scheinlinken als „rechts“ gebrandmarkt. Damit schützt die vermeintliche Linke genau jene reaktionären Strukturen, die sie historisch (etwa bei den christlichen Kirchen als Stützen vormoderner Herrschaftsverhältnisse) bekämpft hatte.

2. Wider den einheimischen und zugewanderten Rechtsextremismus

In diesem Beitrag formuliert Krauss ein Plädoyer für einen erweiterten, universalistischen Antifaschismus. Er argumentiert, dass Rechtsextremismus kein rein deutsches oder westliches Phänomen ist, sondern eine bestimmte ideologische Struktur beschreibt, die in verschiedenen Kulturkreisen auftreten kann. Krauss fordert eine synchrone Bekämpfung zweier Fronten des Rechtsextremismus, die von der heutigen Politik und den Medien völlig asymmetrisch behandelt werden:

Der einheimische Rechtsextremismus Charakter: Völkisch, nationalistisch, oft rassistisch und geschichtsrevisionistisch. Umgang im Mainstream: Wird (zurecht) vom antifaschistischen Grundkonsens und realdemokratischen Akteuren scharf bekämpft und geächtet.

Der zugewanderte Rechtsextremismus (insb. Islamischer Prägung) Charakter: Krauss definiert die radikale Agitation der diversen islamischen Vorhutgruppen und den islamisch eingebetteten Nationalismus (wie etwa den türkischen Ultranationalismus der „Grauen Wölfe“) als die quantitativ und qualitativ gefährlichste Form des aktuellen Rechtsextremismus in Deutschland. Er teilt alle Kernmerkmale des klassischen Faschismus: Antidemokratismus, strikte Ungleichheitsverteidigung, Antisemitismus, patriarchale Gewaltgläubigkeit, Homophobie und den Anspruch auf absolute/totalitäre Herrschaft.

Umgang im Mainstream: Wird aus Angst vor dem Vorwurf des Rassismus verharmlost, kultursensibel relativiert oder als rein sozialpsychologisches Problem (mangelnde Integration) missverstanden.

Fazit: Die doppelte Frontstellung der echten Aufklärung

Die Arbeiten von Hartmut Krauss im Hintergrund-Verlag machen unmissverständlich klar: Eine Linke, die den zugewanderten islamisch geprägten Rechtsextremismus toleriert, verharmlost und sich sogar mit ihm gemein macht, ist nicht mehr „links“, sondern Komplize eines monotheistisch aufgebauten „Faschismus“/Totalitarismus.(Ähnlichkeit zu den europäischen Nazi-Kollaboratueren)

Für Krauss verläuft die entscheidende Trennlinie heute nicht mehr zwischen den etablierten Parteien oder zwischen einem postmodernen „Wokeismus“ und einem nationalen Konservativismus.

Die eigentliche Frontstellung verläuft zwischen: Den Kräften der Aufklärung: Universalismus, Säkularismus, Wissenschaftlichkeit und die Abwehr aller rechtsextremen und fundamentalistischen Strömungen.

Den Kräften der Regression: Hierzu zählen für ihn der klassische einheimische Rechtsextremismus ebenso wie der postmoderne Kulturrelativismus, der den zugewanderten, islamischen Rechtsextremismus deckt.“

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