Steve Bannon: Islam, Islamisierung und Texas als letzte Verteidigungslinie des Westens

31.01.2026

Der Auftritt von Stephen K. Bannon in Texas war nicht nur eine politische Rede, sondern eine Warnung vor einem zivilisatorischen Konflikt, der sich seiner Auffassung nach über mehrere Kontinente erstreckt. Bannon spricht offen über den Islam als politische Ideologie, über die Islamisierung des Westens und darüber, dass die Vereinigten Staaten – konkret Texas – vor einem entscheidenden Wendepunkt stehen.

https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion-zc/geopolitik/steve-bannon-islam-islamisierung-und-texas-als-letzte-verteidigungslinie-des-westens/42830

Kommentar GB:

Dieser Artikel über Stephen K. Bannon erscheint als außerordentlich wichtig und reflexionsbedürftig. In der in Herausbildung begriffenen neuen multipolaren Weltordnung, in der sich die Trump-Administration darum bemüht, global weiterhin Führungsmacht, mindestens aber eine der führenden Mächte zu bleiben, in einer solchen Weltordnung sind „Freund“ und „Feind“ neu zu bestimmen.

Und das ist auch eine Frage der fundamentalen Perspektive, die dabei eingenommen wird.

Es muß innerzivilisatorisch zu einem Ausgleich kommen, indem  auf Grundlage historisch-zivisatorischer Gemeinsamkeiten neue Bündnisse und Abgrenzungen begründet werden.

Alte Konfrontationslinien sind historisch überholt, nicht nur der ehemalige kapitalistisch-sowjetische Gegensatz, sondern auch der atlantisch-russische Gegensatz, obwohl die NATO-Politik in Eurasien, die zu Gunsten der USA vorläufig erfolgreich auf die Spaltung Eurasiens hingewirkt hat, in diesem Zusammenhang einen Rückschlag darstellt, der zu überwinden sein wird.

Vorgeschlagen wird hier eine zivilisatorische Perspektive, die auf Konfliktlagen der sehr langen Frist beruht.

Diese zivilisatorische Perspektive ist nicht etwa ein ideologisches Postulat, sondern entspringt einer historisch-empirischen Tatsache, die bereits seit etlichen  Jahren und gegenwärtig mehr oder weniger deutlich in allen Kontinenten in Erscheinung getreten ist. Es handelt sich um Konflikte, die sich aus der gegenwärtigen globalen Expansion des Islam ergeben.

Diese Islam-Expansion zeigt sich mindestens in dreierlei Hinsicht:

erstens in der außerordentlichen Finanzmacht von Teilen der islamischen Welt auf Grundlage ihrer ölbasierten Rentierökonomien, und man betrachte hierzu die Selbstdarstellung des saudischen Königreichs ebenso wie jene der Ölscheichtümer am Persischen Golf, insbesondere Quatar,

zweitens in einem anhaltenden „Geburten-Djihad“ mit der Folge einer Übervölkerung der islamischen Welt; man betrachte als Beispiel die Niloase Ägypten mit über 100 Mio. Einwohnern, und

drittens die gegenwärtige Form der „Hidschra“, der bisher widerstandslosen faktischen Eroberung, Besiedlung und Islamisierung der nicht-islamischen Welt, allein durch Abwanderung des islamischen Bevölkerungsüberschusses mitsamt seiner erhöhten Geburtenrate in die demographisch schrumpfenden nicht-islamischen Länder, die zumeist über eine jüdisch-christliche Tradition verfügen, einschließlich Rußlands, so ist zu betonen. –

Japan allerdings schottet sich bereits klug und konsequent ab, und auch die westlich modernisierte und zugleich konfuzianisch fundierte VRChina weiß offensichtlich genau, was sie intern vom Islam zu halten hat.

Die  aktuelle Expansionsphase des Islam ergibt sich nach dem Ende der kolonialen Epoche – im 19. und 20. Jahrhundert – aus einem Wiederaufstieg des islamischen Einflusses auf globaler Ebene. Seine Organisationsform hat der expansive Islam in der OIC (1) gefunden, die insbesondere auf supranationalen Politikebenen (UNO, EU) ebenso still wie unerhört wirksam ihren Einfluß im islamischen Sinne ausübt.

Damit werden auch die nur scheinbar peripheren islamischen Langzeitperspektiven aktualisiert, und es geht allerest darum, diese zu erkennen, sie ernst zu nehmen und ihnen dann angemessen zu begegnen.

Diese drei Konterstrategien lauten: (1) Einhegung des Islam, (2) Remigration und (3) De-Islamisierung.

zu (1): Es ist ein fundamentaler Fehler, dem Islam die Tore – hier von EU-Troja oder den USA – zu öffnen, nur weil man wie die Trojaner nicht begreift, wer und was sich innerhalb des arabischen Pferdes wirklich befindet; diese Torheit rächt sich bereits jetzt täglich und tödlich.

zu (2): Remigration heißt, mit dem Recht, mit Anreizen und mit dauerhaftem politischem Druck die Umkehrung der „Hidschra“ durchzusetzen; d.h. der Islam muß seinen „Geburten-Djihad“ selbst innerhalb seines derzeitigen Gebietes austragen. Eine Möglichkeit wäre eine Reduzierung der Geburtenrate, wie sie außerislamisch längst zu sehen ist, zum Schaden dieser Gesellschaften übrigens.

zu (3): De-Islamisierung heißt, den Wurzelbereich des Islam anzugehen, und dieser ist identisch mit dessen Indoktrinations- und Sozialisationspraxis, z.B. in „Koranschulen“, in pakistanischen „Madressas“.

In nicht-islamischen Ländern wäre diese Praxis so weit wie irgend möglich einzuschränken oder ganz zu unterbinden, worin zugleich eine große Chance der Assimilation von Immigranten läge, und in islamischen Ländern müßte zunächst mindestens für eine Säkularisierung des ggf. staatlich organisierten und kontrollierten Sozialisationsapparates – vom vorschulischen Bereich bis zu den Hochschulen – gesorgt werden.

Eine Säularisierung der Gesellschaften wäre ein Langfristprojekt, weil die allmähliche Umformung der Lebenspraxis der Familien damit verbunden wäre, nicht zuletzt durch eine weitreichende Aufwertung der Rolle der Frauen, so wie sie zeitweilig im Iran und in der Türkei vor der Reislamisierung bereits erreicht war.

Zugleich wäre eine konsequente Neutralisierung koranisch-proislamischer Kräfte und Organisationen dauerhaft zwingend notwendig und unverzichtbar; in der Gegenwart wären hier z.B. die „Muslimbrüder“ zu nennen.

Der türkische Reformer Kemal Pascha Atatürk hat seinerzeit gezeigt, was in dieser Hinsicht nötig und – gerade noch – möglich war.

 

Es liegt seit langem eine zentral relevante Buchpublikation hierzu vor,

mit der Übersetzung von Hans-Peter Raddatz:

 

Europa und das kommende Kalifat.

Von Bat Ye’or

https://www.duncker-humblot.de/buch/europa-und-das-kommende-kalifat-9783428138319/?page_id=1

 

ergänzend

die weiteren Publikationen von Hans-Peter Raddatz, insbesondere zum Thema Iran und Türkei.

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Anmerkungen

(1) OIC – Organization of Islamic Cooperation

https://www.oic-oci.org/

„Die Organisation für islamische Zusammenarbeit[2] (arabisch منظمة التعاون الإسلامي, DMG Munaẓẓamat at-Taʿāwun al-islāmī; englisch Organization of Islamic Cooperation, kurz OIC; französisch L’Organisation de Coopération Islamique, OCI) ist eine zwischenstaatliche internationale Organisation von derzeit 57 Staaten, in denen der Islam Staatsreligion, Religion der Bevölkerungsmehrheit oder Religion einer nennenswerten Minderheit ist. Die Organisation nimmt für sich in Anspruch, den Islam zu repräsentieren. Mehrere größere Mitgliedsstaaten (Saudi-Arabien, Ägypten, Irak, Algerien, Vereinigte Arabische Emirate, Pakistan, Bangladesch, Malaysia, Indonesien, Türkei und Iran) erheben hinter den Kulissen Führungsansprüche; die jeweils anderen Staaten bestreiten deren Recht dazu. Infolge dieser Rivalitäten ist die OIC seit 2017 kaum handlungsfähig.[3]“ (…)

https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_f%C3%BCr_islamische_Zusammenarbeit

 

 

 

 

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