Europäische Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung

11. September 2022

„Die Welt steht wahrscheinlich am Beginn einer längeren Phase der Instabilität und der Unsicherheit. In seinem jetzt erschienenen Werk Selbstbehauptung beschreibt der Politikwissenschaftler Heinz Theisen außen- und sicherheitspolitische Ansätze, die Europa helfen sollen, diese Lage zu bewältigen. Die Grundlage dieser Ansätze bilden die realistische Denkschule der Internationalen Beziehungen und die christliche Soziallehre. Ihr Ziel sei die „Bewahrung der in zwei Jahrtausenden gewachsenen europäischen Kultur“.1

In einer instabilen und unsicheren Welt sei die „Sorge um Selbstbehauptung und Stabilität“ eine gebotene verantwortungsethische Haltung. Die Leistungen von Gemeinwesen müssten unter diesen Bedingungen „sowohl gegenüber ihrem inneren Verfall als auch gegenüber fremdem Raub behauptet“ werden. Ein „Mangel an Selbstbehauptung“ sei „in einer chaotischen Welt kein Beitrag zum Frieden“. Provokative Schwäche mache „Eskalationen und Übergriffe“ wahrscheinlicher und „erhöht zudem die gesamte Unordnung des Planeten“.2 Man müsse sich darüber im Klaren sein, „dass derjenige, der sich nicht zu behaupten versteht, in dieser Welt überall zum Opfer werden kann“.3 “ (…)

Europäische Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung

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