3. Mai 2021
Bernhard Sander
Strategie der Spannung: »Schlacht für Frankreich«?
„Da die französischen Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr auf ein Foto-Finish zwischen dem Amtsinhaber und der rechtsnationalistischen Herausforderin Marine Le Pen hinauslaufen, häufen sich nun die Manöver, mit der auf die Wechselstimmung eingewirkt werden soll.
Neben der noch nicht rechtskräftigen Verurteilung des früheren Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy wegen Einflussnahme auf die Justiz, sorgt ein Brief von 20 Generalen im Ruhestand für Unruhe. Die Unterzeichner betonen, es gehe ihnen um die Verteidigung der »abendländischen Zivilisation« in Frankreich und darum prangern sie die »Laschheit« der Regierung gegen die islamistischen Bedrohungen und gegen die »Horden aus den Vorstädten« an.“ (…)
https://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/schlacht-fuer-frankreich/
Kommentar Dr. Gudrun Eussner:
„Ja, die Linken tun auch mir sehr leid.
Das Militär hat nach der französischen Verfassung (!) keine andere Wahl, als einzugreifen. [s. u. Anhang]
Alle Linken stellen es so dar, daß die Unterzeichner sich diese Operation anmaßen wollen.“ Anhang von G. E. hierzu:
État de siège
https://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89tat_de_si%C3%A8ge_(France)
Das weiß sogar Wiki! Die Polizeigewalt geht verfassungsgemäß über ans Militär.
Das wird hier schon immer so praktiziert.
être en état die siège
https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/franz%C3%B6sisch-deutsch/%C3%A9tat+de+siege?bidir=1
Plan Vigipirate
https://de.wikipedia.org/wiki/Plan_Vigipirate
Das weiß Wiki sogar auf Deutsch, samt Foto von Militär.
Nachtrag:
Heute ist in Avignon ein Polizist erschossen worden, als er in der Nähe eines Drogenumschlagplatzes kontrollierte.
Was den Einsatz des Militärs angeht, so wird der Belagerungszustand im Ministerrat beschlossen.
Näheres regelt Artikel 36 der Verfassung, vom 4. Oktober 1958.
https://www.legifrance.gouv.fr/loda/id/LEGIARTI000006527507/1958-10-05/#LEGIARTI000006527507
Die Verlängerung über 12 Tage hinaus kann nur das Parlament beschließen.
Kommentar Hartmut Krauss:
Das erwartet schwache kenntnislose Gemurmel der „Sozialismus“-Leute ..
https://www.facebook.com/people/Hartmut-Krauss/100017572484031
Frankreich: Macron hat den Kampf gegen den „islamistischen Separatismus“ aufgegeben
Diese politisch-ideologische Pathologie existiert nicht nur in Frankreich bereits schon seit Jahren:
Mit Hilfe einer demagogischen Brandmauer („Islamophobie“-Vorwurf, absurder Verdacht des „antimuslimischen Rassismus“ etc.) soll repressiver Druck auf Kritiker ausgeübt und die Unvereinbarkeit des grund- und menschenrechtswidrigen Islam mit einer aufgeklärten säkular-demokratischen Lebensordnung verdunkelt werden. Viele Lehrer, Journalisten, Politiker etc. lassen sich einschüchtern, schauen weg und schweigen. Andere unterwerfen sich und werden zu Komplizen. Dennoch erodiert dieser dekadente Versuch in Frankreich jetzt zunehmend angesichts einer scheinbar unaufhaltsamen islamischen Gewaltwelle. 61 Prozent der Franzosen sind der Auffassung, dass der Islam unvereinbar mit den Werten der französischen Gesellschaft ist. Viele erkennen, dass die islamischen Vorhutkräfte Hass gegen die säkulare Lebensordnung säen und diese zerstören wollen. Zudem bleibt ihnen nicht verborgen, dass 74% der französischen Muslime unter 25 Jahren den Islam über die Republik stellen.
Hingegen ist Macrons Kampf gegen den „islamistischen Separatismus“, den er nach der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty großspurig angekündigt hatte, kläglich gescheitert. Dazu mehr in diesem informativen Artikel:
https://de.gatestoneinstitute.org/17326/frankreich-kampf-radikalismus
Ergänzung:
Umfrage: Junge Muslime radikaler als ihre Älteren
Par Le Figaro
Publié le 08/09/2020 à 18:58, Mis à jour le 09/09/2020 à 09:46
Laut einer Ifop-Umfrage sagen 74% der französischen Muslime unter 25 Jahren, dass sie den Islam über die Republik stellen, verglichen mit 25% der über 35-Jährigen.
Junge französische Muslime sagen, sie seien radikaler als ihre Älteren: Das ist eines der Ergebnisse einer Ifop-Umfrage, die am 2. September im Auftrag von Charlie Hebdo und der Jean-Jaurès-Stiftung veröffentlicht wurde. Auf die Frage: „Stellen Sie Ihre religiösen Überzeugungen über die Werte der Republik? “ sagen 74% der französischen Muslime unter 25 Jahren, dass sie den Islam über die Republik stellen, verglichen mit 25% der über 35-Jährigen.
Weitere Daten: wenn 61 % der französischen Muslime die Aussage „Der Islam ist die einzig wahre Religion“ teilen (ein Ergebnis, das im Vergleich zu einer Umfrage von 2016 um 6 % gestiegen ist), dann sind es 65 % der Muslime unter 25 Jahren, die diese Ansicht unterstützen; 73 % der 25- bis 34-Jährigen und 53 % der über 35-Jährigen. Außerdem sind 45 % der französischen Muslime unter 25 Jahren der Meinung, dass „der Islam mit den Werten der französischen Gesellschaft unvereinbar ist“, während 24 % der über 35-Jährigen diese Meinung teilen.
Eine weitere Ifop-Umfrage für Le Point zeigt, dass sich der Besuch der Freitagsmoschee bei den 18- bis 24-Jährigen in zehn Jahren fast verdoppelt hat: von 23 % im Jahr 2011 auf 40 % im Jahr 2019.

