Die Zeit: „Pistorius stuft US-Truppenabzug als »absehbar« ein“

Die Zeit: „Pistorius stuft US-Truppenabzug als »absehbar« ein“

(…) Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat trotz des angekündigten Abzuges von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland das beidseitige Interesse an einer Truppenstationierung in Deutschland betont. »Die USA bündeln ‌hier auch andere militärische ‌Funktionen, etwa für ihre sicherheitspolitischen Interessen ​in Afrika und im Mittleren Osten«, sagte Pistorius.

An den deutschen Standorten der US-Armee werde »für Frieden und Sicherheit in Europa, für ⁠die Ukraine und ​zur gemeinsamen Abschreckung« eng zusammengearbeitet. Die nun verkündete Entscheidung nannte der SPD-Politiker »absehbar«.

Das gemeinsame Militärbündnis Nato muss laut Pistorius nun europäischer werden. »Wir Europäer müssen mehr Verantwortung für unsere Sicherheit übernehmen«, sagte Pistorius. Die Bundeswehr sei dafür auf einem guten Weg. Er kündigte eine engere Zusammenarbeit mit der sogenannten Group of Five an. In dieser Fünfergruppe befinden sich neben Deutschland auch Großbritannien, Frankreich, Polen und Italien. (…)

Es gibt Gründe und Stimmen gegen eine Stationierung von US-Militär in Deutschland. Der Weg Europas ist ein militärischer Weg, der nicht auf Friedensverhandlungen (Ukraine) und diesbezügliche Signale begründet ist.

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