9. April 2026 von Thomas Oysmüller
Der Bundesnachrichtendienst (BND) zahlt Honorare an Journalisten. Aus Gründen des „Staatswohls“ hält die Bundesregierung Namen und genaue Summen jedoch zurück.
Kommentar GB:
Wie würde ein Geheimdienst so etwas planen?
Vermutlich so, daß er sich zuerst und vor allem die wichtigsten Chefredakteure verschiedener Medienkanäle – stillschweigend selbstverständlich – verpflichtet, und zwar für die im Hintergrund stattfindende Personalauswahl, für die Personaleinsatzsteuerung sowie die Themensteuerung, und darüber hinaus jeweils wenigstens einen aktiven Redakteur mit professionellem Gewicht in den als wichtig angesehenen Redaktionen, und das innerhalb des gesamten politischen Spektrums, weil es um dieses insgesamt geht.
Das Mischungsverhältnis würde diese vermittelte Steuerung aus dem verdeckten Hintergrund heraus in der Regel so überlagern, daß sie kaum oder gar nicht wahrgenommen würde, weder beim Publikum, noch in den Redaktionen.
Dennoch lassen sich relativ leicht bekannte Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart finden, anhand derer erkennbar wird, bei welchen Schlüsselthemen oder -begriffen offenbar eine staatlich Steuerung angesetzt hat: immer dann nämlich, wenn von mehreren möglichen Darstellungsoptionen nur eine ganz bestimmte präferiert wird, und wenn eine solche – chorähnlich – von fast allen mitgetragen wird.


