GAM-Newsletter
27.03.2026
Der Start ins deutsche Superwahljahr
Islamisierung auch in den USA
Vertuschte Vergewaltigung in Jugendzentrum
Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Der Start ins deutsche Superwahljahr 2026 zeigt Folgendes:
Trotz massenmedialer Dominanz: Die Hegemoniekrise der etablierten Parteien setzt sich fort
„Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie den Kommunalwahlen in Bayern und Hessen zeigt sich erneut: Der Trend zur Abwendung von den etablierten Parteien hält an und verstärkt sich tendenziell. Die Erosion des parteienstaatlichen Systems der „indirekten (parlamentarischen) Demokratie“ schreitet weiter voran.“ Lesen Sie dazu weiter den Artikel im Anhang
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Der muslimische Bevölkerungsanteil ist in den USA deutlich niedriger als in Westeuropa. Dennoch zeigen sich auch dort die klassischen Phänomene der Islamisierung:Gruppenvergewaltigungen, Terroranschläge, muslimische Bürgermeister: Islamisierung auch in den USA
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Cicero widmete sich folgendem Fall: Vertuschte Vergewaltigung in JugendzentrumNeukölln ist Rotherham – nur auf Deutsch
Ein Missbrauchsfall in Berlin, Behörden, die zu spät reagieren – und eine Debatte über Herkunft, Schweigen und Verantwortung. Der Neuköllner Fall erinnert manche Beobachter an Muster aus dem britischen Grooming-Gang-Skandal.
Auch diesen Artikel finden Sie im Anhang.
Mit freundlichen Grüßen
Karin VogelpohlVorstand GAM e. V.
Gesellschaft für wissenschaftliche
Aufklärung und
Menschenrechte e. V.
Tel.: ++49 155 685 80 612 Fax: ++49 541 44 53 73
E-Mail: gam-kontakt@t-online.de www.gam-online.de
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Zwei Anhänge
Hartmut Krauss
Start ins deutsche Superwahljahr 2026
Trotz massenmedialer Dominanz: Die Hegemoniekrise der etablierten Parteien setzt sich fort
Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie den Kommunalwahlen in Bayern und Hessen zeigt sich erneut: Der Trend zur Abwendung von den etablierten Parteien hält an und verstärkt sich tendenziell. Die Erosion des parteienstaatlichen Systems der „indirekten (parlamentarischen) Demokratie“ schreitet weiter voran.
So standen in Rheinland-Pfalz ca. 960.000 Nichtwähler (32,0 % der Wahlberechtigten) derGruppe der Wähler gegenüber. Setzt man diese Zahl in Relation zu den Stimmenanteilen der Parteien (bezogen auf alle Wahlberechtigten), wird deutlich, dass die Nichtwähler die stärkste„Fraktion“ bilden. Die CDU erhielt 633.000 Stimmen (21,1 % der Wahlberechtigten) und die SPD wählten 528.000 Personen (17,6 %). Die AfD konnte 399.000 Stimmen verbuchen (13,3%) und die Grünen 162.000 (5,4 %).Die Nichtwähler waren damit die stärkste Gruppe und übertrafen die stimmenstärkste Partei(CDU) um über 10 Prozentpunkte. Nur etwa jeder fünfte Wahlberechtigte hat aktiv für die CDU gestimmt und nur etwa jeder sechste für die SPD. Die zukünftige Regierungskoalition wird somit von weniger als 40 % dergesamten wahlberechtigten Bevölkerung direkt getragen.Auch in Baden-Württemberg gab es kurz zuvor eine Mehrheit von über 56 %, die entweder nicht gewählt hat (31,5 %) oder deren Stimme nicht durch die etablierte Politik im Landtag abgebildet wird. So kamen Nichtwähler und AfD-Wähler dort zusammen auf 3,32 Millionen (ca. 44,4 % aller Wahlberechtigten) und Grüne und CDU zusammen auf 3,15 Millionen Stimmen (ca. 41 % aller Wahlberechtigten).
Neben der verbreiteten Unzufriedenheit angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Krisenentwicklung (schwache Konjunktur, Inflation, hohe Mieten, Gefährdung von Arbeitsplätzenetc.) liegt die primäre Ursache für die starken Verluste der etablierten Parteien an die Nicht-wähler und die AfD im Endeffekt in zwei zusammenhängenden und langjährig wirkendenFaktoren:
A. an der Ausbreitung, staatlichen Förderung und ideologischen Protektion islamischer Herrschaftskultur (Islamisierung)1
sowie
B. an den zahlreichen negativen Auswirkungen der jahrelangen irregulären Massenimmigration2.1
Siehe dazu:
Die unregulierte und vielfach illegale Zuwanderung aus primär islamischen Ländern wird von einem erheblichen Teil der Bevölkerung (48 %) entgegen der massenmedialen schönfärben-den Dauerberieselung als das drängendste Problem unserer Zeit wahrgenommen; deutlich vor dem Klimawandel oder der wirtschaftlichen Lage3.
Viele Wahlberechtigte sprechen den etablierten Parteien den Willen und die Kompetenz ab, die Herausforderungen der Zuwanderungeffektiv zu lösen und das Migrationsgeschehen radikal in Richtung auf rationale Steuerung zuverändern. Dies treibt insbesondere ehemalige Wähler der lohnabhängigen Schichten zur AfD oder in die Nichtwählerschaft.
Hinzu kommt, dass sich die pauschale staatlich-politische Liebedienerei gegenüber den Muslimen (Ramadanbeleuchtungen in Großstädten; Fototermine beim Fastenbrechen; „Tag gegenIslamfeindlichkeit“ im schwarz-rot regierten Berlin; Hetze gegen angeblichen „antimuslimi-schen Rassismus“4; Grüner Anerkennungsfetischismus gegenüber den reaktionär-konservati-ven islamischen Sozialmilieus u.s.w.) sich angesichts der großen Masse islam- und migrationskritisch eingestellter Einheimischer und nichtmuslimischer Zuwanderer5 für die etabliertenParteien unter dem Strich nicht auszahlt.
Letztendlich verprellen die etablierten Parteien mit ihrer hervorgekehrten Islamapologetik und Diskriminierung von legitimer Kritik des Islam und seinen undistanzierten Befolgern zahlreiche Wahlberechtigte; darunter auch solche, die keine AfD-Anhänger sind.
Die Verwandlung Deutschlands in ein politisch-ideologisches Tollhaus
Das aktuelle Wahlverhalten ist auch eine Reaktion auf folgenden gesellschaftlichen Regressionsprozess:
Im Zuge der von den globalkapitalistischen Herrschaftsträgern betriebenen Politik der Erzeugung multikultureller Mischgesellschaften6 wurden europäische Kernländer wie Deutschlandim Rahmen der nihilistischen Zerstörung der europäischen Wertekultur der Aufklärung sukzessive in politisch-ideologische „Tollhäuser“ verwandelt.
Das zeigte sich nicht zuletzt an-hand extremer Verwerfungen auf der klassischen Rechts-Links-Achse. Folgende Aspekte stechen hier exemplarisch ins Auge:
1. Zu konstatieren ist eine feindschaftliche Spaltung des bürgerlich-konservativen Lagers in einen postmodern-globalkapitalistischen Flügel (Mehrheits-CDU/CSU unter Merkel undMerz) einerseits und einen national-konservativen Flügel mit rechtsradikalen Rändern (AfD) andererseits.
2. Ein Teil der deutschen Rechtskonservativen sowie der fortexistierenden Garde der völkisch-faschistischen Rechtsradikalen wendet sich in Anlehnung an die überkommenen ideologischen Muster der Fremden- und Ausländerfeindlichkeit (neurechts aufgehübscht durch den„Ethnopluralismus“) „revierverteidigend“ gegen die Zuwanderung von rechtsreaktionärenOrientalen (islamischen und türkisch-nationalistischen Rechtskräften.)
Zur Kritik siehe
https://diefreiheit.info/kritik-des-islamapologetischen-antirassismus/
5 Nichtmuslimische Zuwanderer sind im Durchschnitt noch islamkritischer eingestellt als Einheimische. Siehe
Siehe hierzu den UN-Migrationspakt sowie die langjährige EU-Migrationspolitik
https://gam-online.de/text-globkap.html und
https://gam-online.de/text-transferpolitikt.html
3. Die komplett pervertierte postmoderne („woke“) Pseudolinke, die sich längst von den klassischen Orientierungsgrundlagen der Radikalaufklärung sowie Marxschen Religions- und Herrschaftskritik (einschließlich vormoderner nichtwestlicher Herrschaftskulturen wie u. a. der islamischen Despotie) verabschiedet hat, ist zu einem politisch-ideologischen Handlanger der radikalislamischen Vorhutkräfte verkommen und biedert sich dem muslimischen Subproletariat und dessen desintegrierter Jugend an
7. Demgegenüber verharrt der noch halbwegs vernünftige Teil der Gesellschaftsmitglieder, der sich von den etablierten Parteien abgewendet hat und keinem der zuvor umrissenen Lager angehört, in passiver Unorganisiertheit und bildet das wohl hauptsächliche Lager jener Nicht-wähler, die sich parteipolitisch nicht mehr repräsentiert fühlen. Für diese Gruppe gilt zweierlei: Sie sind objektiv „heimatlos“, da sie Positionen kombinieren, die im gegenwärtigen Parteiensystem nicht mehr zusammen vorkommen. Zudem sehen viele Nichtwähler ihre Enthaltung nicht als Desinteresse, sondern – mit Blick auf die etablierten Parteien – als aktive Ablehnung eines in zentralen Fragen als „Einheitsfront“ wahrgenommenen Parteienspektrums.Vieles deutet darauf hin, dass eine spezifische weltanschauliche Kombination zu Nichtwahl führt, die weder von der sog. Linkspartei noch von der AfD bedient wird: So sind viele Bürger islam- und migrationskritisch, lehnen andererseits aber das marktradikal oder als rechtsextrem wahrgenommene Profil der AfD ab. In zukünftigen Studien/Umfragen sollte dieseEinstellungskonstellation genauer ausgelotet werden.7
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Vertuschte Vergewaltigung in JugendzentrumNeukölln ist Rotherham – nur auf Deutsch
Ein Missbrauchsfall in Berlin, Behörden, die zu spät reagieren – und eine Debatte überHerkunft, Schweigen und Verantwortung.
Der Neuköllner Fall erinnert manche Beobachter an Muster aus dem britischen Grooming-Gang-Skandal.
VON TOBIAS HUCH am 15. März 2026
Es war November 2025, als eine 16-Jährige im Garten eines Jugendzentrums in Neukölln von einem arabischstämmigen 17-Jährigen vergewaltigt wurde. Der Täter filmte die Tat. Dann erpresste er das Mädchen – laut Bild-Bericht: „Ich will dich hier jeden Montag sehen – sonst schicke ich das deinen Eltern.” Klassische Täterlogik. Scham als Waffe. Schweigen als Preis. Das Mädchen schwieg. Und kam wieder. Im Januar 2026 eskalierte es. Neun arabischstämmige Jugendliche trugen das Mädchen laut Ermittlungen in einen Raum, warfen es auf eine Couch. Einer stand Wache an der Tür. Die anderen vergewaltigten sie gemeinsam – bis eine Mitarbeiterin sich näherte.
Gruppentat, Bewachung, koordinierte Einschüchterung. Das ist kein spontaner Übergriff. Das ist eineStruktur.
Das Jugendamt Neukölln wusste seit dem 28. Januar 2026 davon. Die zuständigeBezirksstadträtin Sarah Nagel – Linke – erfuhr es erst am 2. März. Eine Anzeige bei derPolizei? Stellte niemand. Die offizielle Begründung: Man kenne weder den Namen des Opfersnoch den der Täter. In einem Jugendzentrum. Wo man die Jugendlichen täglich sieht. Es waren am Ende Mitarbeiterinnen des benachbarten Mädchentreffs „Die RosaMinta”, dieeine Präventionsbeamtin der Polizei informierten – nachdem das Jugendzentrum auf ihre Drängen nicht reagiert hatte.
Das LKA übernahm, das Handy des Täters wurdebeschlagnahmt. Der Rechtsstaat kam. Aber nicht wegen der Behörden. Trotz ihnen.
Das Hausverbot für den Vergewaltiger? Kam erst, nachdem BILD berichtete. DieKrisensitzung im Rathaus Neukölln? Erst nach öffentlichem Druck. Das ist kein Rechtsstaat in Aktion. Das ist ein Rechtsstaat, der aufgeweckt werden musste.
Der aktuelle Stand: Institutionen unter Druck
Am 12. März 2026, kaum 24 Stunden nach dem Erscheinen des Bild-Berichts, stand der Fallbereits auf der Tagesordnung des Berliner Abgeordnetenhauses. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) erklärte im Plenum, sie habe von dem Fall „erst aus der Öffentlichkeit erfahren” – nicht aus dem Bezirksamt, nicht aus dem Jugendamt. Ihre klareErwartungshaltung: vollständige Aufklärung darüber, wer wann was wusste und wie gehandelt wurde.
Jugendstaatssekretär Falko Liecke (CDU) sprach im Klartext aus, was viele nur dachten: „Esist ein Unding, dass hier offensichtlich die muslimischen Täter geschützt werden, um sie nichtzu stigmatisieren, und das Opfer wird im Stich gelassen. Diese Haltung ist ein völliges No-go.”
Innensenatorin Iris Spranger (SPD) lobte die Polizeiarbeit – und forderte zugleichAufklärung darüber, was vor der Polizeiinformation schieflief. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt. Das LKA hat das Handy des mutmaßlichen Ersttätersbeschlagnahmt. Mehrere Onlineanzeigen wurden durch den Vater des Opfers gegenVerantwortliche im Jugendzentrum und im Bezirksamt erstattet. Bezirksstadträtin SarahNagel (Linke) räumte ein: „Nach dem heutigen Kenntnisstand war das ein Fehler” – das Jugendamt hätte Anzeige erstatten müssen.
Das ist ein Eingeständnis. Aber keine Erklärung. Und noch keine Konsequenz.
Während deutsche Mainstream-Medien noch zögerten, den ethnischen Hintergrund desOpfers zu benennen, meldete sich die Kurdische Gemeinde Deutschland (KGD) öffentlich zuWort. In einer Stellungnahme auf ihrer Website fordert die KGD „lückenlose Aufklärung” der Vorgänge in der Neuköllner Jugendeinrichtung. Die Reaktion ist bemerkenswert – nicht nurinhaltlich, sondern strukturell: Hier ist es die Gemeinschaft der Opfer selbst, die das Schweigen bricht. Nicht der Bezirk. Nicht das Jugendamt. Nicht die Bezirksstadträtin.
Was in Großbritannien passierte – und warum Deutsche das kennen müssen
Der Grooming-Gang-Skandal im Vereinigten Königreich ist eines der schwersten Kapitel staatlichen Versagens in der modernen Geschichte Westeuropas.
In Deutschland kaum bekannt. Dabei ist er der Schlüssel zum Verständnis dessen, was in Neukölln gerade passiert –oder vielmehr: was dort gerade nicht passiert. Über Jahrzehnte wurden in britischen Städten – Rotherham, Rochdale, Telford, Oldham,Oxford, Bradford – Tausende von Mädchen systematisch vergewaltigt, mit Drogen und Alkohol gefügig gemacht, zwischen Männern weitergereicht wie Besitz. Allein in Rotherham mindestens 1.400 Kinder zwischen 1997 und 2013, die jüngsten elf Jahre alt. In Telfordsprechen Medienrecherchen von bis zu 1.000 möglichen Opfern zwischen 1980 und 2018. InRochdale Mädchen ab 13, die von Gruppen älterer Männer als Gemeinschaftseigentum behandelt wurden.Die Täter: überwiegend Männer pakistanischer Herkunft. Das Muster: immer dasselbe. Ein älterer Mann nähert sich einem verletzlichen Mädchen – oft aus zerrütteten Verhältnissen, oft aus Heimen. Er täuscht Liebe vor, macht sie abhängig von Aufmerksamkeit, Geschenken, Alkohol. Dann gibt er sie „als Gefallen” an andere weiter. Opfer wurden in Autos verschleppt, in Hinterzimmern festgehalten, tagelang missbraucht. Wer reden wollte, wurde bedroht. In Telford wurden die Mutter und Schwester eines Opfers mit ihr zusammen vom Peiniger ermordet – er zündete ihr Haus an. Das Foto der Flammen kursierte danach als Warnung unter anderen Opfern.
Und die Behörden? Wussten es. Seit Jahren. Seit Jahrzehnten. Das Ausmaß des britischen Skandals
Die Dimensionen des Grooming-Gang-Skandals übersteigen das Vorstellbare. Der Jay-Bericht von 2014, verfasst von Alexis Jay OBE, einer unabhängigen Expertin fürKinderschutz, dokumentierte allein für Rotherham mindestens 1.400 Opfer über einen Zeitraum von 16 Jahren. Die jüngsten Opfer waren elf Jahre alt. Einige wurden vor den Augen ihrer Familien entführt. Andere verschwanden über Nächte und Wochenenden, kehrten betrunken, unter Drogen und verstört zurück – und niemand griff ein. In Rochdale waren es mindestens 47 dokumentierte Opfer, die zwischen 2005 und 2008 systematisch missbraucht wurden – die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen.
In Telford sprechen Medienrecherchen des Sunday Mirror von bis zu 1.000 möglichen Opfernzwischen 1980 und 2018 – Zahlen, die von der Polizei als „sensationalisiert” zurückgewiesen wurden, aber das Ausmaß des Problems verdeutlichen. In Oldham wurden 2022 durch den Untersuchungsbericht von Malcolm Newsam schwere Versäumnisse der Behörden zwischen 2011 und 2014 aufgedeckt – in einem Fall war ein Opfer 24-mal bei der Polizei gewesen,bevor jemand handelte. In Telford wurde die 16-jährige Lucy Lowe zusammen mit ihrer Mutter Eileen (49) und ihrer17-jährigen Schwester Sarah ermordet, als ihr 26-jähriger Peiniger Azhar Ali Mehmood – der sie ab ihrem 13. Lebensjahr systematisch missbraucht hatte – ihr Haus in Brand setzte. DreiMenschen starben. Mehmood wurde zu vier lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Das Foto desbrennenden Hauses wurde danach von Tätern als Drohung an andere Opfer verschickt: So ergeht es denen, die reden.
Was Rupert Lowes Untersuchung zu Tage förderte
Im Februar 2026 veröffentlichte eine parteiübergreifende Untersuchungskommission unterFührung des Abgeordneten Rupert Lowe – finanziert durch 600.000 Pfund Crowdfunding, der größten politischen Crowdfunding-Aktion in der britischen Geschichte – eine Erklärung, die selbst hartgesottene Beobachter sprachlos machte. Eine Überlebende hatte vor dem Ausschuss ausgesagt. Sie war mit zwölf Jahren in die Fänge einer Tätergruppe geraten und über viele Jahre hinweg mehrmals täglich vergewaltigt worden.Die Vergewaltigungen wurden gefilmt und zur Erpressung genutzt. Mehrere Polizeibeamte sollen aktive Täter gewesen sein – Geld wurde offen ausgetauscht, Polizeifahrzeuge für den Transport genutzt, bestimmte Missbrauchsnächte als „Cop Nights” bezeichnet. DieÜberlebende berichtete von gefilmter Folter, von Waterboarding, von Strangulation. Und sie berichtete davon, dass sie gezwungen wurde, von einem Hund vergewaltigt zu werden –während die Männer Wetten abschlossen und das Geschehen gefilmt wurde. Sie sagte aus, Zeugin der Ermordung von mindestens drei Mädchen geworden zu sein. Eines davon sei als Strafe dafür getötet worden, dass es mit der Polizei gesprochen hatte.
Rupert Lowe sagte danach öffentlich: „Vor unseren Anhörungen hätte ich nicht gedacht, dasses möglich ist, dass ein Mensch einem anderen Menschen so etwas Böses antun kann. Es ist möglich.”Man muss diesen Satz lesen. Und man muss verstehen: All das war bekannt – nicht dem Ausschuss, aber den Behörden. Den Sozialämtern. Der Polizei. Der CPS unter Keir Starmer. Und niemand hat gehandelt.
Das Versagen der Institutuionen
Das eigentlich Unfassbare ist nicht der Missbrauch selbst – es ist die systematische Untätigkeit der Behörden. Polizei, Sozialämter, Stadtrat, Gesundheitsbehörden: Sie alle wussten es. Und sie taten jahrzehntelang nichts. Polizisten bezeichneten Opfer als „Schlampen”. Sie erklärten den Missbrauch zur „Lifestyle-Entscheidung” der Mädchen. Als ob eine 13-Jährige sich dazu entscheidet, von einer Gruppe Männer reihum vergewaltigt zu werden. Einer Mutter in Rochdale sagten Beamte, ihre Tochter sei eine „bekannte Prostituierte” – sie solle sie in Ruhe lassen. In Manchester starb die 15-jährige Victoria Agoglia 2003 an einer Überdosis – zwei Monate nachdem sie Anzeige erstattet hatte, vergewaltigt und mit Heroin injiziert worden zu sein. DiePolizei ermittelte kaum. Die daraufhin eingerichtete Operation Augusta identifizierte mindestens 57 Opfer und 97 Verdächtige – und wurde ein Jahr später still und heimlich eingestellt.
Jahre später gab Victorias Tagebuch wichtige Einsichten für Ermittler.
In Rotherham dokumentierte der Jay-Bericht, dass Polizisten Vergewaltigungsopfer als„unglaubwürdig” abschrieben, weil sie Alkohol getrunken hatten – obwohl sie von Tätern gezwungen worden waren. Sozialarbeiter schrieben in Berichten, die Mädchen würden „riskante Entscheidungen treffen” – als ob ein 12-jähriges Kind aus einem Heim„entscheidet”, sich nachts von älteren Männern abholen zu lassen.
Das Ergebnis: Die Täter wussten, dass sie ungestraft davonkommen. Und sie machten weiter.
Die ethnische Dimension und das Schweigen darüber
Der Casey-Bericht vom Juni 2025 – der bisher umfassendste staatliche Audit zu diesemThema – benannte das Problem ohne Umschweife: Die Behörden haben die Herkunft derTäter systematisch gemieden, aus Angst, als rassistisch zu gelten. In zwei Dritteln aller Fälle war die Herkunft der Täter gar nicht erst dokumentiert worden.
Baroness Louise Casey, die den Bericht leitete, sagte auf BBC Newsnight: „Ich bin wütend. Im Namen der Opfer.”
Der New Statesman resümierte: Der Bericht enthülle 15 Jahreinstitutioneller Verleugnung. In einer internen E-Mail der South Yorkshire Police wurde das Wort „Pakistani” weiß übermalt – buchstäblich gestrichen, damit es nicht in offiziellen Dokumenten erscheint. InTelford weigerten sich Beamte, die ethnische Zugehörigkeit der Täter zu erwähnen, aus Angst vor „Spannungen in der Gemeinschaft”. Ein ehemaliger Detective Inspector sagte später: „Wir hatten Angst, als Rassisten zu gelten. Also haben wir weggeschaut.” Das Ergebnis: Weil niemand als Rassist dastehen wollte, blieben Täter auf freiem Fuß. Weil Polizisten lieber Ruhe hielten als ermittelten, wurden Mädchen erneut missbraucht. Weil Lokalpolitiker Spannungen fürchteten, schauten sie weg. Und die Mädchen – dieverletzlichsten Menschen in diesen Städten – zahlten den Preis.
Keir Starmer, der Premier und seine Akte
Keir Starmer, heute Premierminister des Vereinigten Königreichs, war von 2008 bis 2013 Direktor des Crown Prosecution Service (CPS) – also der obersten Strafverfolgungsbehörde Englands und Wales. Genau in diesen Jahren häuften sich die bekanntesten Grooming-Gang-Fälle. Die CPS unter Starmer ließ einen Fall gegen eine Vergewaltigergruppe in Rochdale fallen –trotz erdrückender Beweise. Begründung: Das Hauptopfer gelte als „unzuverlässige Zeugin”. Als Konsequenz stellte die Greater Manchester Police ihre gesamten Ermittlungen gegen „asiatische“ Grooming Gangs ein. Der Missbrauch ging weiter. Erst als Nazir Afzal – ein von Starmer selbst ernannter Chefankläger für Nordwestengland – den Fall 2011 eigenhändig wieder aufnahm, wurden die neun Täter 2012 verurteilt. Noch brisanter: Ein interner CPS-Review enthüllte, dass die Behörde eines der Opfer selbst als Mittäterin eingestuft hatte – sie soll Kinder für die Täter beschafft haben. Sie wurde damit zum Komplizen erklärt statt zum Opfer. Starmer verweist auf Reformen, die er angestoßen habe, und auf gestiegene Anklagezahlen. Das ist nicht gelogen. Aber es beantwortet nicht, warum unter seiner Führung Fälle eingestelltwurden, die hätten verfolgt werden müssen. Und es erklärt nicht, was danach kam.
Akten sollten vernichtet werden
Was in Großbritannien nach dem Bekanntwerden der Grooming-Gang-Skandale geschah,übertrifft an institutioneller Dreistigkeit selbst das, was viele Beobachter für möglich hielten. Im Januar 2025 stimmten Labour-Abgeordnete im Unterhaus geschlossen gegen eine nationale Untersuchungskommission zu Grooming Gangs. 364 zu 111 Stimmen – keineinziger Labour-MP unterstützte den Tory-Antrag. Premierminister Starmer erklärte, die Opfer wollten „jetzt Taten, keine Verzögerungen durch eine weitere Untersuchung” – eine Formulierung, die viele Überlebende als Verhöhnung empfanden.Doch das war erst der Anfang. Im Februar 2026 wurde bekannt: Das britische Justizministerium hatte das Gerichtsarchiv „Courtsdesk” angewiesen, bis zum 9. Februar sämtliche Daten zu löschen – Daten, die für die Nachverfolgung und Strafverfolgung von Grooming-Gang-Tätern von zentraler Bedeutung sind. Das Archiv enthielt Muster über Strafverfolgungsverzögerungen, Wiederholungstäter, grenzüberschreitende Missbrauchsnetzwerke und geografische Clusterbildung – also genau das Material, das eine nationale Untersuchungskommission benötigt hätte.
Konservative Abgeordnete sprachen offen von „Sabotage”.
Katie Lam (Con) erklärte imParlament: „Die geplante nationale Untersuchung sollte Verhaltensmuster,Missbrauchsmuster und Zusammenhänge zwischen Fällen untersuchen – all das wäre mit der Löschung dieser Daten unmöglich geworden.”Erst nach massivem öffentlichem Druck ruderte das Justizministerium zurück und bot dem Archiv Verhandlungen über eine neue Lizenz an. Der CEO des Archivs, Enda Leahy, schloss eine aktive Vertuschungsabsicht der Regierung aus – betonte aber, dass das Datenmaterial für eine nationale Untersuchung unersetzlich gewesen wäre. Gleichzeitig scheiterte Labour mit der Umsetzung der angekündigten lokalenUntersuchungen. Im April 2025 strich Safeguarding-Ministerin Jess Phillips die bereits zugesagten fünf lokalen Untersuchungen in betroffenen Städten – inklusive der dafür bereitgestellten 5 Millionen Pfund. Das Geld, ursprünglich explizit für strukturierteAufarbeitung vorgesehen, solle nun „flexibel für lokale Kinderschutzarbeit” eingesetzt werden.
Abgeordnete, Kinderschutzorganisationen und Überlebende reagierten mit Entsetzen.
Im Februar 2026 war die angekündigte nationale Untersuchung noch immer nicht gestartet. Das Muster ist eindeutig: Die Labour-Partei hat in jeder Phase – Untersuchungsblockade imParlament, Datenlöschung, Streichung lokaler Aufarbeitungsprozesse – aktiv verhindert, dass das volle Ausmaß der Verbrechen dokumentiert und strafrechtlich verfolgt werden kann. Dasist nicht politisches Versagen. Das ist politische Entscheidung. Ein Premierminister, der nicht aufklärt, obwohl er aufklären könnte, schützt die Täter. Das istder einzig logisch mögliche Schluss.
Labour: Die Partei, die wegschweigt
Als der Skandal Anfang 2025 erneut in die Schlagzeilen drängte, stand Labour vor einer simplen Entscheidung: eine nationale Untersuchungskommission – ja oder nein? Labour sagte: Nein.
Jess Phillips, Staatssekretärin im Innenministerium, zuständig für Opferschutz, lehnte imJanuar 2025 eine nationale Untersuchung für Oldham ab. Die Stadt solle das selbst klären.Das empörte Überlebende, Abgeordnete der Opposition und weite Teile der britischen Öffentlichkeit. Im April 2025 folgte der nächste Rückzug: Die bereits angekündigten fünflokalen Untersuchungen, für die 5 Millionen Pfund bereitgestellt worden waren, wurden sang-und klanglos beerdigt. Wie das Meinungsmagazin Unherd im April 2025 berichtete, soll ein Labour-Abgeordneterintern gesagt haben: Wenn eine wirkliche Untersuchung kommt, wählt keine anständige Person irgendeiner nicht-weißen Ethnie jemals wieder Labour. Man kann nicht deutlicher sagen, worum es geht: um Parteiinteressen, nicht um Opfer.
Erst der Casey-Bericht im Juni 2025 und der öffentliche Druck, der damit entstand, zwangendie Regierung zum Handeln. Eine nationale Strafverfolgungsoperation unter Führung der National Crime Agency wurde angekündigt. Labour handelte nicht aus eigenem Antrieb.Labour handelte, weil es nicht anders mehr konnte.
Warum Labour schweigt
Labour hat ein strukturelles Problem mit dem Grooming-Gang-Skandal. Die meistenbetroffenen Städte – Rotherham, Rochdale, Oldham, Telford – werden seit Jahrzehnten von Labour regiert. Die Lokalpolitiker, die wegschauten, waren überwiegend Labour-Politiker. Die Sozialämter, die versagten, waren Labour-kontrolliert. Noch brisanter: Labour ist in vielen dieser Städte auf die Stimmen britisch-pakistanischer undmuslimischer Gemeinden angewiesen. In Rochdale machen Muslime 31 Prozent derBevölkerung aus. In Bradford 30 Prozent. In Oldham 24 Prozent. Eine offene Debatte über die ethnische Dimension der Grooming-Gang-Täter würde Labour in diesen Gemeindenpolitisch schaden. Das ist der Kontext, in dem ein Labour-Abgeordneter intern gesagt haben soll: „Wenn eine wirkliche Untersuchung kommt, wählt keine anständige Person irgendeiner nicht-weißenEthnie jemals wieder Labour.” Es geht nicht um Opferschutz.
Es geht um Wahlstimmen. Arabisch, kurdisch – und warum das keine Fußnote ist
Der Fall in Neukölln hat eine Dimension, die in der deutschen Berichterstattung bisher kaum Raum gefunden hat: Das Opfer ist kurdischer Herkunft. Die mutmaßlichen Täter sind arabischstämmig. Das ist kein zufälliges Detail. Kurden erleben in Deutschland eine doppelte Diskriminierung – durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft, und durch arabische oder türkische Mitmigranten, die Kurden als minderwertig betrachten. In einer Münchner Studie gaben 87 Prozent der befragtenKurdinnen und Kurden an, in den vergangenen zwölf Monaten Diskriminierung erfahren zuhaben – am häufigsten durch andere Migranten. Angriffe auf Kurden durch arabische oder türkische Akteure werden von Behörden oft nicht als Rassismus klassifiziert, sondern als„Konflikt unter Migranten” abgetan.
In Syrien und anderen arabischen Ländern wurden Kurden über Jahrzehnte einer systematischen Arabisierungspolitik ausgesetzt: Sprache verboten, Namen zwangsweise arabisiert, Staatsbürgerschaft entzogen. Diese historisch gewachsene Verachtung gegenüberKurden als Menschen zweiter Klasse wandert mit in die Diaspora – und dürfte im BerlinerFall eine Rolle gespielt haben, wenn arabische Jugendliche ein kurdisches Mädchen als leichteres, „weniger schützenswertes” Ziel betrachtet haben.
In Großbritannien war es dasselbe Prinzip mit anderem Vorzeichen: Vorwiegend pakistanische Täter betrachteten weiße britische Mädchen aus Arbeiterfamilien explizit als „gori” – als Frauen ohne muslimische Ehre, die deshalb keine Rücksicht verdienten. Ein anderes Opferprofil, dieselbe Täterlogik: Die Schwächste im Raum ist die, die man ungestraft angreifen kann.
Wenn Antirassismus zur Komplizenschaft wird
Man muss an dieser Stelle sehr klar sein, weil diese Debatte schnell instrumentalisiert wird: Es geht nicht darum, alle Muslime oder alle Araber unter Generalverdacht zu stellen. Es geht nicht darum, Migration pauschal zu verteufeln. Das wäre billig, falsch – und würde den Tätern keinen einzigen Gedanken wert sein. Es geht um etwas anderes. Es geht um eine institutionelle Kultur, in der die Angst vor dem Vorwurf der Diskriminierung systematisch die Pflicht zum Schutz von Opfern verdrängt. Ein Beamter, der keine Anzeige stellt, weil er die Täter nicht „stigmatisieren” will, tut dasselbe wie der britische Polizist, der ein 13-jähriges Mädchen als Schlampe bezeichnet: Er schützt die Täter. Die Methode ist eine andere. Das Ergebnis ist dasselbe.
In Neukölln wollte man „Muslime nicht stigmatisieren”. In Rotherham hatte man Angst vor dem Label Rassist. In beiden Fällen zahlten Mädchen den Preis für die moralische Feigheit von Erwachsenen in Verantwortung. Das ist keine Toleranz. Das ist eine Umkehrung moralischer Prioritäten, bei der die vermeintliche Befindlichkeit einer Tätergruppe höher bewertet wird als das konkrete Leid eines Opfers.Die Parallelen sind nicht zufällig. Sie zeigen ein systemisches Muster: Institutionen, die ihre Pflicht zum Opferschutz einer politischen Agenda unterordnen – sei es aus Angst vor Rassismusvorwürfen, aus Rücksicht auf „Gemeinschaftsbeziehungen” oder aus parteipolitischem Kalkül. In beiden Fällen waren die Opfer die Schwächsten: Mädchen aus verletzlichen Verhältnissen,oft ohne starke familiäre Strukturen, oft aus marginalisierten Gruppen. In Großbritannien waren es weiße Arbeiterkinder. In Berlin war es ein kurdisches Mädchen. Unterschiedliche Profile, dieselbe Logik: Täter suchen sich die aus, bei denen niemand hinschaut.
Was jetzt kommen muss
In Großbritannien hat es 25 Jahre und Tausende zerstörte Kindheiten gebraucht, bis der Staat gehandelt hat. Die Frage, die sich aus dem Fall in Neukölln stellt, ist unangenehm – aber sie muss gestellt werden: Wie viele solcher Fälle schlummern unentdeckt in den Aktenüberforderter Jugendämter? Wie viele wurden gar nicht erst aufgenommen, weil jemand lieber keine „Stigmatisierung” riskieren wollte? Das kurdische Mädchen aus Neukölln hat sich am Ende selbst geholfen. Sie hat Unterstützerinnen gefunden, ist zu ihren Eltern gegangen, dann zur Polizei. Nicht das Jugendamt hat sie gerettet. Nicht das Jugendzentrum. Nicht die Bezirkspolitik. Sie selbst hat dafür gesorgt, dass ihr Fall gehört wird. Das ist bewundernswert. Und es ist eine Schande.Forderungen an Politik und Behörden
Was aus diesem Fall folgen muss, ist keine politische Frage.
Es ist eine Frage grundlegender rechtsstaatlicher Pflichten:
1. Anzeigepflicht bei Sexualstraftaten gegen Minderjährige muss für alle Einrichtungengelten, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Keine Ausnahmen, keineErmessensspielräume.
2. Behörden müssen Täter-Opfer-Konstellationen klar benennen können – unabhängigvon ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit. Ein Vergewaltiger ist ein Vergewaltiger. Ein Opfer ist ein Opfer. Diese Gleichung darf keine ethnische Variable kennen.
3. Jugendämter und Jugendeinrichtungen brauchen klare Eskalationsprotokolle für Fällesexueller Gewalt. Wenn Mitarbeiter unsicher sind, muss automatisch die nächsthöhereInstanz informiert werden – nicht erst nach Wochen.
4. Deutschland braucht eine unabhängige Untersuchung über ähnliche Fälle in anderenStädten. Der Fall in Neukölln ist mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Einzelfall. Die Frage ist nicht, ob es weitere Fälle gibt – sondern wie viele.
5. Opfer aus marginalisierten Gruppen müssen besonders geschützt werden – ob kurdischer Herkunft, aus Heimen oder aus zerrütteten Verhältnissen. Täter suchen sich gezielt die Schwächsten. Behörden müssen genau dort besonders wachsam sein. Nichts davon ist radikal. Nichts davon ist umstritten. Und trotzdem passiert es nicht – weil die Angst vor dem Vorwurf der Diskriminierung größer ist als die Angst vor dem nächsten Opfer.
Neukölln ist Rotherham
Der Unterschied zwischen Neukölln 2026 und Rotherham 2014 ist nicht strukturell. Er istzeitlich.
Großbritannien hat 25 Jahre gebraucht, um den Skandal anzuerkennen. Deutschlandsteht am Anfang derselben Entwicklung – wenn wir jetzt nicht handeln. Die Muster sind identisch: Täter aus patriarchal geprägten Milieus, die Mädchen ausverletzlichen Verhältnissen systematisch missbrauchen. Behörden, die wegschauen, weil sieAngst haben, als rassistisch oder islamfeindlich zu gelten. Politikerinnen und Politiker, dieerst handeln, wenn der öffentliche Druck unerträglich wird. Rotherham war kein britisches Problem. Es war ein Problem westlicher Institutionen, die ihre Pflicht zum Schutz von Kindern einer politischen Agenda untergeordnet haben. Und Neuköllnist kein Berliner Problem. Es ist ein deutsches.Die Frage ist nur: Lernen wir daraus? Oder warten wir auch 25 Jahre, bis sich jemand bei denOpfern entschuldigt?
Rotherham war kein britisches Problem. Es war ein Problem westlicher Institutionen, die ihre Pflicht zum Schutz von Kindern einer politischen Agenda untergeordnet haben. Und Neukölln ist kein Berliner Problem. Es ist ein deutsches.
Die Frage ist nur: Lernen wir daraus? Oder warten wir auch 25 Jahre, bis sich jemand bei denOpfern entschuldigt?
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