„Sind Sie eine Quotenfrau?“

„Ich im Krankenhaus. Betreibe ordentlich Propaganda für die Sache der Männer. Das Krankenhaus ist ein Universitätsklinikum und der Chefarzt ist eine Chefärztin, eine Professorin, die sich nur wenig Zeit für die Patienten nimmt, was ich ihr aber nicht ankreiden will, die sind ja tatsächlich viel beschäftigt.

Wobei einer der Patienten eine Geschichte zu erzählen hat. Er war mit einer anderen Erkrankung in einem Haus der Heilung und kam in den Genuss einer einzigen Visite durch den Chefarzt. Der hatte dann in der Teamsitzung die Behandlung vorgegeben, welche dann auch anschlug. Mein Mitpatient sprach anerkennend von ihm.

Zurück zu meiner Chefärztin. Der Staat stellt Millionen von Schmiergeldern zur Verfügung, dass man vorzugsweise Frauen zu Professoren beruft und nennt das Korruptions– Exzellenzinitiative. Da stellt sich der Verdacht, dass meine Professorin ebenfalls eine Quotenfrau ist. Vielleicht sogar eine, die stolz darauf ist.

Das hat natürlich Konsequenzen. Könnte es sein, dass wir alle vielleicht eine bessere, professionellere Behandlung erhalten könnten, durch einen Chefarzt, der durch Qualifikation, durch Kompetenz und nicht durch Genitalien in diese Position aufgestiegen ist?

Als ich das Thema anschneide macht sich schnell ein gewisser Unmut breit. Dann bietet man mir unter Gelächter Geld dafür, wenn ich folgende Frage an sie richten würde: „Sind Sie eine Quotenfrau?“ Aber den Arzt zu beleidigen, der einen behandelt, ist keine gute Idee. Ich Feigling lehne also ab. Das interessante aber dieser Anekdote: Man lehnt Quoten ab, sowohl unter Männern wie auch Frauen. Kein einziger, der die Frauenquote verteidigte.“

 

„Sind Sie eine Quotenfrau?“

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