Holocaust-Gedenktag
27.01.2019
Am Holocaust-Gedenktag wird der 6 Millionen Opfer des Nazi-Rassenwahns gedacht: Doch die Erinnerungskultur wird durch Rechte bedroht, sagt Außenminister Heiko Maas.
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_85153684/holocaust-gedenktag-heiko-maas-warnt-unsere-erinnerungskultur-broeckelt-.html
#WeRemember – Der Judenhass ist heute
Kommentar GB:
Ein Vorschlag: wie wäre es, die Erinnerung der Vergangenheit mit unserer Gegenwart so zu verbinden, daß wir uns den heute lebenden Juden zuwenden, und damit ihrer und unserer Zukunft, indem dieser Tag der Erinnerung zugleich zu einem Tag Pro Israel gemacht würde? Das wäre m. E. eine produktive und konstruktive Wendung in der von Herrn Maas so genannten „Erinnerungskultur“.
Es kommt m. E. darauf an, sich ohne Verleugnung vom Tod ab und dem Leben zuzuwenden, um die kollektive masochistische Deformation zu heilen und ein positives und konstruktives Verhältnis zu Juden im allgemeinen und zu Israel im besonderen zu entwickeln. Ich halte das sowohl für möglich als auch für geboten.
Letzteres fällt allerdings allen denen schwer, die ihren Judenhaß verleugnen, islamophil larvieren und antizionistisch rationalisieren. Das betrifft m. E. einen sehr großen Teil der Linken (im weitesten Sinne), also einschließlich der SPD, deren offensichtliche Sympathien für den Islam auffällig bis verdächtig sind. Islamophilie aber ist larvierter Judenhaß.
So entsteht dann die Fragwürdigkeit, daß sich das staatlich-deutsche Verhältnis zur Shoah als „Staatsräson“ allein auf die toten Juden bezieht, mithin auf eine Vergangenheit, die niemand ändern kann, anstatt sich hier und heute auf die lebenden Juden und auf ihre gegenwärtigen Existenzprobleme zu beziehen, sowohl in Europa wie – insbesondere – im Nahen Osten.
Man würde dann erkennen, daß ihre Existenzprobleme auch die unseren sind. –
Literatur: s. u.


