Bündnisfreiheit oder Realpolitik – das Spielchen für die Öffentlichkeit

07. August 2026 um 9:20 Ein Artikel von Alexander Neu

In der auch in Deutschland kontrovers geführten Debatte über den Krieg und seine Ursachen in und um die Ukraine gibt es Stimmen, die fordern, dass der Krieg sofort beendet sein könnte, wenn nur Russland sich aus der Ukraine zurückzöge und die Bündnisfreiheit der Ukraine akzeptierte. Diese Argumentationen sind richtig und falsch zugleich. Warum? Von Alexander Neu.

Bündnisfreiheit oder Realpolitik – das Spielchen für die Öffentlichkeit

Kommentar GB:

Die NATO-EU-SIEGFRIEDENSKRIEGER – d.h. „unsere“ Bellizisten – sind offenbar ganz einverstanden mit dem Kriegsverlauf, solange er denn weiter fortgesetzt wird, zu Lasten der europäischen und speziell der deutschen Steuerzahler und der Männer an der Front, versteht sich. Das beiderseitige Sterben an der Front, das beendet werden könnte und sollte, das interessiert dabei nicht weiter.

Auch aus russischer Sicht könnte m. W. der Krieg rasch beendet werden: wenn sich nämlich die Ukraine gänzlich aus den vier von Rußland beanspruchten – und weitestgehend bereits kontrollierten – Oblasten im Donbass zuückzöge, wenn sie weiter dafür sorgte, daß in Kiew nach der Ära Selensky eine durch Wahlen legitimierte neue Regierung säße, und wenn die Ukraine garantierte, nicht in die NATO einzutreten.

Darüber wäre diplomatisch zu sprechen, um zu einer Verhandlungslösung zu gelangen.

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